Holzmiete im Garten und Wand unterm Carport
21. September 2025 · 3 Min. Lesezeit
Im Juni habe ich das gespaltene Holz auf zwei Plätze verteilt. Gut drei Raummeter liegen als gerade Wand an der Rückseite des Carports, mit zehn Zentimetern Luft zur Mauer. Unten liegen zwei alte Europaletten, an beiden Enden halten Türme aus kreuzweise gelegten Scheiten den Stapel zusammen. Das Carport ist nach Osten und Westen offen, bei Westwind zieht es darin ordentlich. Eine Plane gibt es nicht: Wer bis zum Boden abdeckt, hält die Feuchtigkeit fest, die heraus soll.
Aus dem Rest, gut zwei Raummetern, wurde eine Holzmiete hinten im Garten, in der vollen Sonne. Eine Holzmiete ist ein runder Stapel um eine Stange: außen strahlenförmig gelegte Scheite mit der Stirnseite nach außen, innen aufrecht stehende, obenauf ein Dach aus Scheiten, Rinde nach oben, geschuppt wie Dachziegel. Meine hat 1,60 Meter Durchmesser und wurde 1,40 Meter hoch.
Gestanden hat sie sechs Wochen. Nach den Regentagen Ende Juli neigte sie sich nach Westen, bis ich sie mit zwei Latten abstützen musste. Der Grund zeigte sich beim Abtragen: Ich hatte direkt auf den Rasen gebaut, und an der Westseite, wohin das Wasser vom Schuppendach läuft, war der Boden weich geworden und die unterste Lage grün angelaufen. Im August habe ich sie neu gesetzt, auf einen Ring aus alten Gehwegplatten über einer Handbreit Schotter. Seitdem steht sie gerade.
Mitte September habe ich zum ersten Mal gemessen, mit einem einfachen Feuchtemesser. Gemessen wird nicht an der Stirnseite oder außen, wo das Holz zuerst trocknet, sondern in der Mitte einer frisch gespaltenen Fläche. Drei Scheite pro Stelle, jeweils der Mittelwert:
- Buche, Wand unter dem Carport: 27 Prozent;
- Buche, außen an der Holzmiete: 25 Prozent;
- Buche aus der Mitte der Holzmiete, von oben herausgezogen: 33 Prozent;
- Hainbuche, Carport: 31 Prozent;
- Birke, Carport: 18 Prozent.
Die Birke kommt in diesem Winter zusammen mit gekauftem Holz in den Ofen, die Buche braucht, wie erwartet, einen zweiten Sommer. Überrascht hat mich die Holzmiete: außen die trockenste Buche von allen, in der Mitte die feuchteste. Im nächsten Herbst kommt deshalb zuerst ihr Außenholz in den Ofen. Die Wand unter dem Carport ist unspektakulär, aber dort hat jedes Scheit ein Ende an der Luft.