Über
Seit September 2024 steht in unserem Wohnzimmer ein kleiner Kaminofen mit sechs Kilowatt, angeschlossen an einen zweiten Schornsteinzug, den unser Siedlungshaus aus den Fünfzigern jahrzehntelang nicht gebraucht hat. Das Holz dafür mache ich, so weit es geht, selbst: als Selbstwerber im Gemeindewald, eine Viertelstunde entfernt an einem Nordhang, mit einer gebrauchten Motorsäge, einer Spaltaxt, einem Spalthammer und zwei Stahlkeilen. Gespalten wird im Hof, getrocknet unter dem Carport und in einer runden Holzmiete im Garten.
Hier steht, was dabei herauskommt: Raummeter und Arbeitsstunden, Liter Sprit und Kettenöl, Werte vom Feuchtemesser und die Gewichte nummerierter Probescheite, dazu die Fehler, an denen es nicht fehlt. Gelernt habe ich in einem zweitägigen Kurs und seitdem vor allem bei Nachbarn, die das seit Jahrzehnten machen. Ein Ratgeber ist das also nicht, eher ein Holzbuch, wie es früher in mancher Scheune hing. Was im Wald erlaubt ist, legen der Förster und der Vertrag für jedes Los fest.