Am Hackklotz

Brennholz für einen kleinen Kaminofen: im Gemeindewald selbst gesägt, im Hof gespalten und zwei Sommer lang getrocknet.

Anfeuern von oben, mit dem ersten eigenen Holz

18. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Am 10. Oktober, einem Samstag mit sieben Grad und Nieselregen, brannte im Ofen zum ersten Mal Buche aus Los 23, zwanzig Monate nachdem sie als Krone im Laub des Gemeindewalds gelegen hatte. Die Scheite lagen zwei Tage im Haus, denn kaltes Holz zeigt auf dem Messgerät weniger Feuchte an, als es hat. Drei frisch gespaltene Scheite ergaben 15, 16 und 17 Prozent.

Angezündet wird von oben. Unten liegen zwei dicke Scheite nebeneinander, quer darüber zwei dünnere, und obenauf bilden vier Stücke Anzündholz ein kleines Viereck, in dessen Mitte ein Knäuel Holzwolle mit Wachs steckt. Nur das Knäuel bekommt das Streichholz. Das Feuer arbeitet sich dann langsam nach unten, und die Gase, die aus dem Holz darunter entweichen, müssen durch die Flammen, statt unverbrannt in den Schornstein zu ziehen. Nach einer Viertelstunde, wenn die oberen Scheite richtig brennen, schließe ich die Luft von unten und lasse die obere halb offen.

Im ersten Herbst mit dem Ofen habe ich es gemacht wie beim Lagerfeuer, Zeitungspapier unten und Holz darüber. Nach einer Stunde war die Scheibe schwarz, und an windstillen Abenden roch die halbe Straße nach Rauch. Jetzt bleibt die Scheibe klar, und zehn Minuten nach dem Anzünden sehe ich von der Straße aus über dem Schornstein nur ein Flimmern. Rauch, den man sieht, ist Holz, das nicht verbrannt ist.

An fünf Abenden habe ich das Holz vorher gewogen. Von halb sechs bis elf brauchte der Ofen im Mittel 6,8 Kilo: die erste Füllung, danach ein bis zwei Scheite etwa alle 45 Minuten. Ein Kilo trockenes Holz enthält ungefähr vier Kilowattstunden, fast unabhängig von der Holzart. Buche ist nur dichter als Fichte, deshalb steckt in einem Raummeter Buche mehr Wärme. Im vergangenen Winter haben wir mit der Birke und dem gekauften Holz knapp zwei Raummeter verbrannt. Der Rest aus dem ersten und das ganze zweite Los reichen damit für fast vier Winter. Für ein neues Los habe ich mich in diesem Herbst zum ersten Mal nicht angemeldet.

Die Asche kommt in einen Metalleimer mit Deckel, der zwei Tage vor der Haustür auf den Steinstufen steht. Im letzten Winter glühte es in einem Eimer, den ich nach einem Tag für kalt hielt, in der Mitte noch. Von 6,8 Kilo Holz bleibt kaum eine Handvoll hellgraues Pulver, erstaunlich wenig für so viel Arbeit.